Strom, Kühlung, Racks, physische Sicherheit und Überwachung, Beleuchtung, Softwaremanagementsysteme
Wenn Sie je einen Server in einem Schrank neben Putzmitteln gesehen haben, der vor sich hin summt, während der Staub sich um ihn herum sammelt, heben Sie jetzt bitte die Hand. In kleinen oder mittelgroßen Unternehmen und sogar Filialen großer Unternehmen ist dieser Anblick keine Seltenheit – trotz der damit verbundenen Gefahren.

Nicht unbedingt für Mitarbeiter, aber definitiv für das Geschäft. IT-Systeme sind für KMU ebenso wichtig wie für große Unternehmen und Systeme in Filialen sollten ebenso geschützt werden, wie die IT-Infrastruktur in einem Datacenter.

Mit der nachfolgenden Checkliste können Sie feststellen, ob Ihre IT-Systeme optimal installiert sind.

Strom
In der Regel sollten alle kleinen Serverräume über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) und einen Stromverteiler verfügen. Beachten Sie, dass eine USV mit einer Kapazität von mehr als 2.200 VA nicht an eine haushaltsübliche Steckdose angeschlossen werden kann. Sie benötigt eine Steckdose mit einem höheren Anschlusswert oder kann durch einen Elektriker direkt an einen Schaltschrank angeschlossen werden. Der Stromverteiler verringert den erforderlichen Verdrahtungsabstand und ermöglicht die Stromversorgung mehrerer Systeme über eine einzige Quelle. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, verwenden Sie USV-Systeme und Stromverteiler, die per Remotezugriff gemanagt werden können. So werden Sie bei Fehlern benachrichtigt und Remote-Administratoren können bestimmte Anschlüsse ausschalten, beispielsweise um einen nicht mehr reagierenden Server neu zu starten.

Kühlung
Ihnen stehen mehrere Kühloptionen zur Auswahl. Für welche Sie sich entscheiden sollten, hängt hauptsächlich von der Menge der vorhandenen IT-Systeme und ihrem Standort ab. In einigen Fällen reicht die Klimaanlage im Raum aus, in anderen benötigen Sie eine separate Kühlung. Hier eine einfache Faustregel:

  • IT-Lasten mit weniger als 400 Watt: Nutzen Sie die Wärmeübertragung, bei der die Wärme frei über die Wände abgeführt werden kann.
  • IT-Lasten zwischen 400 und 700 Watt: Nutzen Sie eine passive Belüftung, bei der die Wärme sich über eine Entlüftung oder ein Luftgitter in die kühlere Luft ausbreiten kann (ohne Lüfter).
  • IT-Lasten zwischen 700 und 2.000 Watt: Nutzen Sie eine durch Lüfter unterstützte Entlüftung.
  • IT-Lasten von mehr als 2.000 Watt: Nutzen Sie eine separate Kühlung.

Racks
Viele KMU und Filialen können zudem durch Racks profitieren. Dabei handelt es sich um Gehäuse, in denen alle IT-Systeme untergebracht werden. Sie verbessern die Verfügbarkeit, die Organisation, das Kabelmanagement, die physische Sicherheit, die Effizienz der Kühlung, die Stromverteilung und den professionellen Eindruck eines IT-Raums im Allgemeinen. Sie können sogar Racks erwerben, die speziell für Büroumgebungen entwickelt wurden. Diese verfügen über ein schallgedämmtes, mit Strom versorgtes und belüftetes IT-Gehäuse.

Physische Sicherheit und Überwachung
Die größte Bedrohung für die IT-Infrastruktur sind Handlingsfehler. Falsch beschriftete Geräte, verschütteter Kaffee und andere Missgeschicke verursachen regelmäßig Betriebsprobleme und sogar vollständige IT-Ausfälle. Diese Vorfälle lassen sich (weitgehend) vermeiden, indem Sie ihren Serverschrank oder Ihr Rack abschließen und sicherstellen, dass nur autorisiertes Personal Zugriff auf die IT-Systeme erhält. Auch Sicherheitskameras und Sensoren, die Rauch, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Bewegungen erkennen, können sich als nützlich erweisen.

Beleuchtung
Eine effektive Beleuchtung ist oftmals ein Manko in kleinen IT-Räumen, weshalb Produktbezeichnungen und Kabelverbindungen nur schlecht erkennbar sind. Doch für dieses Problem gibt es eine einfache, kostengünstige Lösung: eine Stirnlampe. So können Ihre Mitarbeiter in engen Räumen besser sehen und haben dennoch die Hände frei, was die Orientierung verbessert und Verletzungen vermeidet.

Softwaremanagement-Systeme
Heutzutage stehen Ihnen verschiedene Softwarelösungen zur Auswahl, die Sie beim Management kleinerer Serverstandorte aus der Ferne unterstützen. Über die Tools können Sie u. a. Server nach einem Stromausfall ohne Benutzereingriff kontrolliert herunterfahren und Berichte zum Stromverbrauch oder Risikoverwertungen erstellen. Zudem stehen Ihnen Tools zur Konfiguration Ihrer Infrastruktur und Auswahl der am besten geeigneten Produkte zur Verfügung.

Eine chaotische, unsichere, unüberwachte und eingeengte IT-Infrastruktur kann zu wesentlichen Ausfallzeiten führen und ist allgemein unpraktisch. Berücksichtigen Sie diese Empfehlungen, um Ihren Betrieb zu optimieren und die Sicherheit Ihrer geschäftskritischen IT-Infrastrukturkomponenten zu gewährleisten. Weitere Informationen finden Sie im White Paper 174, „Praktische Optionen für die Bereitstellung von IT-Systemen in kleinen Serverräumen und Filialen“ (Practical Options for Deploying IT Equipment in Small Server Rooms and Branch Offices) von Schneider Electric.